Malediven: Alles über das Land der 1000 Inseln

Der Malediven-Check: die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten

Azurblaues Wasser, weiße Strände, grüne Palmen, die sich sanft im Wind biegen. Dieses Bild haben viele vor Augen, wenn von den Malediven die Rede ist. Dieses Bild ist sicherlich richtig, aber unvollständig. Es gibt noch viel mehr über das Land im Indischen Ozean zu wissen. Hier eine kleine Zusammenfassung über die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten.

Malediven: 99 Prozent Wasser, 1 Prozent Inseln

Die Malediven sind kein gewöhnliches Land. Rund 99 Prozent des Landes bestehen aus Wasser und nur 1 Prozent aus winzigen Inseln. Davon gibt es aber jede Menge, nämlich 1196 an der Zahl. Davon werden 220 Inseln von Einheimischen bewohnt und etwa 90 touristisch genutzt. Zudem sind die Malediven das am niedrigsten gelegene Land der Erde: Die höchste Erhebung misst lediglich 2,4 Meter.

Nimmt man die Fläche aller Inseln zusammen, würde das 298 km² ergeben. Das ist weniger als die Fläche der Stadt München (301 km²). Insgesamt leben auf den Malediven um die 350.000 Menschen, die meisten davon – nämlich 150.000 – auf der sehr eng bebauten Hauptstadtinsel Malé. Die Malediven liegen im Indischen Ozean, etwa 360 Kilometer süd-südwestlich von Indien. Ihre Nord-Süd-Ausdehnung beträgt rund 750 Kilometer.

Die Malediver sind ein bunt gemischtes Volk, das von singhalesischen, arabischen, malaiischen und afrikanischen Ethnien geprägt ist. Die Menschen gelten als gastfreundlich und lebensfroh, aber auch als sehr neugierig. Einheimische Frauen sind hingegen sehr zurückhaltend und leben zurückgezogen.

Anreise

Von Deutschland aus gibt es regelmäßig Flüge zu den Malediven. Die Flugzeit beträgt rund 10 Stunden. Die Reiseflieger kommen auf der vor Malé liegenden Flughafeninsel Hulhule an. Von dort aus geht es für die Reisenden mit Booten oder Wasserflugzeugen weiter zu ihren Resorts.

Die Zeitverschiebung beträgt +4 Stunden zur MEZ.

Visum

Benötigt wird ein Reisepass, der bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein muss. EU-Bürger erhalten bei der Einreise für einen touristischen Aufenthalt ein kostenloses Visum, das bis zu 30 Tage gültig ist.

Zoll

Die Einfuhr von Medikamenten ist strikt reglementiert. Wer verschreibungspflichtige Medikamente zum persönlichen Gebrauch einführt, muss eine Bescheinigung des behandelnden Arztes mitführen. Dieses Dokument muss den Namen des Patienten, den Namen des Medikaments bzw. der Medikamente sowie die therapeutische Tagesdosierung beinhalten. Zudem muss die Bescheinigung in englischer Sprache verfasst worden sein. Nicht verschreibungspflichtige Medikamente unterliegen keinen Einfuhr-Beschränkungen. Aber: Auch hier wird das Mitführen einer ärztlichen Bescheinigung empfohlen. Ausnahmen sind allgemein bekannte Medikamente, z. B. gegen Magenprobleme oder Kopfschmerzen.

Alkohol darf gar nicht eingeführt werden, ebenso wie Götterabbildungen wie z. B. Buddha-Statuen, Schweinefleisch, Kondome (!) oder Zeitschriften, die spärlich bekleidete Personen zeigen.

Kriminalität

Kriminalität gibt es vor allem unter rivalisierenden Jugendbanden in der Hauptstadt Malé. Das Auswärtige Amt rät bei einem Besuch in Malé grundsätzlich zu besonderer Vorsicht – vor allem in den Abendstunden und bei Dunkelheit.

Auf den touristisch genutzten Atollen ist die Kriminalität hingegen so gut wie nicht existent.

Bedeutung des Tourismus

Der Tourismus hat für die Malediven eine enorme Bedeutung, da der Bereich die größte Wirtschaftsindustrie des Landes ist.

Sprache

Die Landessprache auf den Malediven ist Dhivehi. In touristischen Gebieten wird aber auch Englisch gesprochen.  

Währung

Auf den Malediven wird mit Ruffiyaa, der Malediven-Rupie, gezahlt. In den Resorts werden aber auch US-Dollar und Kreditkarte akzeptiert. Ein umständlicher Geldwechsel ist also nicht nötig.

Impfungen

Das Auswärtige Amt empfiehlt die Standardimpfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis (Keuchhusten), Polio (Kinderlähmung), ggf. Masern, Mumps, Röteln (MMR), ggf. Influenza (Grippe), ggf. Pneumokokken Hepatitis A. Bei Langzeitaufenthalten oder besonderer Gefährdung werden auch Impfungen gegen Hepatitis B und Typhus empfohlen. Vor der Reise sollten alle nötigen Impfungen mit dem Hausarzt oder dem Tropeninstitut abgeklärt werden.

Mücken

Aufgrund des tropischen Klimas fühlen sich Mücken auf den Malediven sehr wohl. Unter anderem können die Stechmücken Krankheiten übertragen wie das Dengue-Fieber, Chikungunya oder das Zika-Virus. Impfungen gibt es gegen diese Infektionen nicht. Daher sollte man ein paar Dinge beachten, um das Infektionsrisiko zu minimieren:

  • körperbedeckende helle, ggf. imprägnierte Kleidung tragen (lange Hosen, lange Hemden)
  • ganztätig Insektenschutzmittel auf alle freien Körperstellen wiederholt auftragen
  • unter einem imprägnierten Moskitonetz schlafen

Achtung: Das Auswärtige Amt empfiehlt Schwangeren und Frauen, die schwanger werden wollen, von Reisen in Regionen ab, wo das Zika-Virus auftritt. Das schließt auch die Malediven mit ein. Eine Infektion kann zu schweren frühkindlichen Fehlbildungen führen.

Medizinische Versorgung

Die medizinische Versorgung auf den Malediven entspricht oftmals nicht dem europäischen Standard. Das gilt auch für die Krankenhäuser in Malé. Vor allem bei schweren Erkrankungen oder Unfällen ist meist eine Evakuierung, z.B. nach Singapur oder Dubai (erreichbar innerhalb von 4 Stunden per Linienflug) notwendig. Ratsam ist ein ausreichender und gültiger Krankenversicherungsschutz einschließlich einer Reiserückholversicherung.

Klima

Das Klima auf den Malediven ist tropisch. Das ganze Jahr über gibt es Sonnenschein und Temperaturen um die 30 °C. Die Meerestemperatur liegt zwischen 22 und 28 °C. Die beste Reisezeit ist in der Trockenzeit von November bis April. Während der Monsunmonate Juni und Juli gibt es häufig kurze, heftige Regengüsse.

Essen und Trinken

Da die Malediven nahezu alle Lebensmittel importieren müssen, ist Essengehen recht teuer. Daher ist es ratsam, All-Inklusive oder Halbpension zu buchen. Die Küche ist international geprägt und besteht vor allem aus viel Fisch. Wichtig: Fleisch, Fisch und Meeresfrüchte sollten nur gut durchgegart verzehrt werden. Allgemein sollte auf den Verzehr roher, ungekochter und ungeschälter Produkte verzichtet werden.

Das Leitungswasser hat auf den Malediven nicht immer Trinkwasserqualität. Daher ist es ratsam, nur originalverpackte und möglichst kohlensäurehaltige Getränke in Flaschen oder Dosen zu konsumieren. Alternativ kann auch Wasser gründlich abgekocht werden. Auch zum Zähneputzen oder Obstwaschen sollte kein Leistungswasser genutzt werden. Übrigens: Alkohol gibt es gemäß der islamischen Vorschriften nur in den Hotels.

Religion

Die Malediven sind ein islamisches Land. Touristen sollten diesen Glauben respektieren und einige Regeln befolgen. Dazu zählen:

  • Nie nackt baden, auch nicht „oben ohne“.
  • Keine offenherzige Kleidung in der Öffentlichkeit tragen.
  • Während des Fastenmonats Ramadan ist öffentliches Essen, Trinken, Rauchen, selbst das Kauen von Kaugummi von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang auch für Nichtmuslime bei Strafe verboten.
  • Frauen sollten insbesondere während des Ramadan möglichst dezente, langärmelige Kleidung tragen, Männer sollten auf das Tragen kurzer Freizeitkleidung verzichten.
  • Wichtig: Auf den einheimischen Inseln der Malediven gilt das islamische Recht der Scharia, das keine Religionsfreiheit vorsieht und auch die Meinungsfreiheit deutlich einschränkt. Zudem ist Alkohol strengstens verboten und es gibt per Gesetz die Todesstrafe.  Das islamische Recht gilt aber nicht auf den vielen Resort-Inseln. Dort gibt es quasi keine Verbote.  

Zuständige Auslandsvertretungen

Deutsche Botschaft Colombo - https://colombo.diplo.de/lk-de

Honorarkonsul auf den Malediven - https://colombo.diplo.de/lk-de/botschaft/honorarkonsuln

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